Deutschland Dialog

Deutschland muss reden !

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Ein Beitrag über Vito von Eichborn bei www.literaturcafe.de hat meine volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Der Gründer des Eichborn Verlages ist sich nicht sicher, was mit unserer Literatur langfristig geschehen wird. Problematisch sieht er die Entwicklung, dass Verlage viel mehr Wert auf das Interesse des Handels legen, als auf das der Leser, die letztlich wirklich bestimmen, welches Buch gut ist und welches schlecht.

Er plädiert dafür, dass unabhängige Buchhandlungen, die wirklich in der Lage sind, erstklassige Bücher aus der großen Masse herausdeuten zu können, weiterhin Bestand haben müssen, da die großen Ketten unsere Literatur zu einem einzigen Brei machen, der uns nicht weiterbringt.

Der Satz: „In eine Suchmaschine „gutes Buch“ einzugeben ist witzlos“, sagt er und hat natürlich Recht. Es gibt viel zu viele „gute Bücher, weil jeder darauf bedacht ist, sie loszuwerden, egal, welchen Wert sie nun haben oder nicht.

Der Kultursommer in Rheinland Pfalz ist für alle, denen noch etwas an Kultur liegt, ein besonderes Erlebnis. In diesem Jahr findet er unter einem ganz besonderen Motto statt: „Natürlich Kultur“.

Einen Sinn hat dieses Motto natürlich, da parallel die Bundesgartenschau in Koblenz stattfindet und man diese beiden besonderen Ereignisse miteinander verknüpfen möchte.

Dementsprechend kann man auch auf der BUGS mit Kultursommer Veranstaltungen rechnen. Zeigen wird sich das direkt bei der Eröffnung im Mai, die mit Theateraufführungen und Musikdarstellungen etwas ganz Besonderes werden soll.

Die BUGA wird auch Veranstaltungsort einiger Kultursommer-Projekte sein. So wird der Kultursommer am ersten Maiwochenende mit Lichtinstallationen, Theateraufführungen und Musik auf der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein eröffnet.

Ich werde dabei sein.

Gerade ist die Buchmesse in Leipzig vorüber, gibt es bei Bild.de einige Empfehlungen zu sehen, die man in diesem Jahr unbedingt im eigenen Bücherschrank haben sollte.

Wer diesen Artikel selbst nicht gelesen hat, für den stelle ich diese Empfehlungen jetzt einmal vor:

  1. 75 Years of DC Comics“ von Paul Levitz

  2. „Bibel vs. Koran“ von Simon Akstinat

  3. „Staatsfeind WikiLeaks“ von Marcel Rosenbach und Holger Stark

  4. „Fakire“ von Antonin Varenn

  5. Clockers“ von Richard Price

  6. „Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich“ von David Foster Wallace

  7. You know me“ von Robbie Williams und Chris Heath

  8. „Circus Italia“ von Birgit Schönau

  9. „Stories“ von Breece D’J Pancake

  10. Lisa“ von Thomas Glavinic

  11. „Trieb“ von Jochen Rausch

  12. „Skippy stirbt“ von Paul Murray

  13. „Die Ordnung der Dinge“ von Sam Kean

  14. „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Teil 1-7“ von Marcel Proust

  15. „Dunkle Materie. Die Geschichte der Scheiße“ von Florian Werner

Ganze 15 Empfehlungen. Ich werde dieses Jahr mal versuchen, mich durch diese Bücher zu wälzen, vielleicht hat die Bildzeitung ja wirklich mal einen guten Dienst erbracht.

Nicht nur der Fußball bringt immer wieder interessante Frisuren auf den Markt, sondern vielmehr auch die Musik und ihre Interpreten.

Wer sich diese Frisuren, oder zumindest die bekanntesten, an der Wand verewigen möchte, der sollte sich einmal das Bild: A Visual Compendium of Notable Haircuts in Popular Music anschauen. Gefunden habe ich es bei www.schallgrenzen.de

http://www.schallgrenzen.de/wp-content/uploads/2011/03/haircuts-575x759.jpg

http://www.schallgrenzen.de/wp-content/uploads/2011/03/haircuts-575×759.jpg

Ein seltsamer Name, aber ein ziemlich guter Anlass, finde ich. Das Aequinox Festival ging in diesem Jahr in Neuruppin in die zweite Runde. Hier wurde keine Musik präsentiert, die man heute im Radio hören kann, sondern vielmehr barocke Stücke und Aufführungen, die sich rund um die „alte Musik“ drehen.

Ich finde, dass so ein Festival unbedingt längst hätte gestartet werden müssen, da so endlich alte Werte und Kulturmerkmale einen Ort bekommen, an dem sie nicht vergessen werden.

Die Londoner Philharmonie hatte dieser Tage einen ganz besonderen Auftrag. Und zwar spielte das Orchester vor einer ganzen Menge Blumen verschiedenster Arten, um zu testen, welche Auswirkungen Musik auf Pflanzen haben kann.

Leider gibt es noch keine Testergebnisse, aber ich werde das mal verfolgen.

Im Blog literaturblog-duftender-doppelpunkt.at habe ich jetzt etwas sehr interessantes gelesen.

In Österreich gibt es jetzt die „AK Bibliothek digital“, die das Ausleihen von Büchern über das Internet möglich macht. Hier handelt es sich natürlich nicht um gebundene Ausgaben, sondern um E-Books, die einfach heruntergeladen und gelesen werden können.

Leider wird man hiervon nicht besonders profitieren können, wenn man in Deutschland wohnt, da man eine Lesekarte benötigt, die man vor Ort in Wien beantragen und abholen muss. Diese Lesekarte kostet für alle über 18 fünf Euro pro Jahr, während das Ausleihen von Büchern komplett kostenlos ist.

Eine schöne Idee, die ich mir auch in Deutschland wünsche.

Comics gibt es ja wie Sand am Meer. Vom Lustigen Taschenbuch über Batman oder andere Comicstrips bleibt eigentlich kein Bedürfnis unbefriedigt, zumal Mangas hier wohl auch noch die letzte Marktlücke zu füllen scheinen.

Naja, beim „Eigentlich“ bleibt es hier auch, denn jetzt kommen Comics der ganz besonderen Art auf den Markt.

Und zwar handelt es sich hierbei um die sogenannte „Sprechblasen-Literatur“, die aus Werken wie beispielsweise Goethes „Faust“ oder Kafkas „Die Verwandlung“ entstanden.

Diese neue Form erhebt den Comic an sich meiner Meinung nach in eine ganz neue Welt, da nun nicht mehr nur einfache Geschichten erzählt werden, sondern vielmehr die Weltliteratur ein Gesicht bekommt, das sie absolut zeitgemäß werden lässt.

Dass Deutschland schuld am Holocaust ist, ist der ganzen Welt bekannt. Doch keiner sonst will hier etwas davon wissen, wenn die Schuld plötzlich auch auf andere übertragen wird.

Genau das ist jetzt aber mit einem Buch vom US-Soziologen Jan Tomasz Gross passiert, der in diesem Werk beschreibt, inwiefern Polen die Mitschuld am Holocaust trägt.

In Polen herrscht dementsprechend große Empörung, man sieht die Dinge einfach ganz anders und weist das Buch mit lautem Geschrei von sich. An Buchhandlungen prangen Schilder mit der Aufschrift: „Hier werden antipolnische Bücher verkauft“ und die Bevölkerung weigert sich, dieses Werk auch nur ansatzweise in die Hand zu nehmen.

Schade wie ich finde, denn der Holocaust ist jetzt nun wirklich lange genug vorbei. Was ich mir gewünscht hätte, wäre ein größeres Interesse für Fakten. Wahrscheinlich aber ist das wieder einmal eine dieser Wahrheiten, die trotz ihrer Präsenz schnell unter den Teppich gekehrt werden.

Der Autor des Buches „Tschik“ leidet an Krebs. Gelesen habe ich diese schreckliche Nachricht bei www.lesehuhn.wordpress.com

Im Blog wird auch auf den Blog von Wolfgang Herrndorf selbst verwiesen (www.wolfgang-herrndorf.de), der eine ganze Reihe einfühlsamer und tiefgründiger Texte zu bieten hat.