In unserer Gesellschaft gerät die Kirche immer mehr in den Hintergrund. Kein Wunder, dass sich immer weniger Menschen für kirchliche Tradition interessieren, wenn sich Skandale über Skandale rund um Kirchenoberhäupter und Internate ranken. Dabei jedoch vergisst man leicht, dass es besonders auch die Kirche ist, die uns viel schöne Tradition bringt. Gemeinsames Lieder singen, Denken an alte Traditionen und vor allem auch Werte sollte für jeden Deutschen wenigstens einmal im Jahr zum guten Ton gehören. Für die meisten Deutschen ist die Weihnachtszeit die perfekte Gelegenheit hierfür. Niemals sind Kirchen so voll, wie an Heilig Abend, denn auch absolute Kirchenfremde lassen sich hier gerne einmal zu einem schönen Gottesdienst verleiten.

Bildquelle: myheimat.de

So kann auch die Kirche – egal ob evangelisch oder katholisch – jedes Jahr an Weihnachten ein wenig aufatmen. Immerhin sieht man hieran, dass nicht alle Menschen vergessen haben, was wirklich zählt und warum wir eigentlich Weihnachten feiern.

Ein kleiner Appell geht daher auch an all meine Leser heraus, die Kinder haben. Ihnen nämlich sollte man den Gang in die Kirche an Weihnachten nicht verwehren, denn hier gibt es viel zu lernen. Die Weihnachtsgeschichte rund um Joseph, Maria und das kleine Jesuskind ist hier der perfekte Aufhänger um die Aufmerksamkeit der Kleinsten zu erregen, denn welches Kind hört nicht gerne Geschichten?
Man muss also nicht unbedingt streng religiös leben, um an Weihnachten in die Kirche zu gehen. Kein Pfarrer oder Priester dieser Welt wird böse sein, wenn man sich nur einmal im Jahr in der Kirche sehen lässt. So kann man die Weihnachtszeit ganz entspannt angehen und wenn das Weihnachtsessen im Ofen brodelt, gönnt man sich einfach eine kurze Auszeit in der Kirche.
Schön ist es dann, wenn das eigene Kind sich schon kurz nach Weihnachten wieder auf das nächste Jahr freut. Dann heißt es wieder Plätzchen backen, Punsch trinken und Weihnachtskarten schreiben.